J. und seine Drinks

Cheers Freunde,

wer mir schon ’ne Weile folgt, egal ob auf Twitter oder Instagram (Facebook will mich ja nicht mehr), kennt ja schon meine große Liebe zu Bourbon und vor allen Rye.
Meist bin ich eher der klassische (oldschool) Trinker. Zumindest seh‘ ich mich stets so. Keine Glencairns oder Nosing-Gläser. Einfache, günstige Tumbler oder Shots. Das ist einfach meine Art. Während sich einige Whiskey-Trinker darüber streiten wieviele Tropfen Wasser man in das Glas geben sollte, damit der Barrelproof Bourbon besser schmeckt, bestell ich schon die dritte Runde. Manchmal sag ich so schön zu mir selbst: »Immer was zu trinken, nie was zu feiern.« Wenn ich mich selbst als Autor sehe, und die Art wie ich bin, findet man mich irgendwo zwischen Charles und Ernest. Vom alten Schlag und der letzte seiner Art.

Genug aber davon, ich denke das ist eher ein offnes Geheimnis, als daß ich hier den Leuten etwas neues erzähle. Denn seien wir mal ehrlich, wer länger als zwei Tage mit mir zu tun hat, weiß haargenau was er bekommt.
Gut, aber warum sind wir denn hier? Kommen wir endlich mal zum Thema.

J und seine Drinks:
Wenn ich mir was gönnen will, oder gerade im Sommer, oder auch einfach mal so, gibt’s vor allem ein Cocktail, den ich stets trinke und den möchte ich euch heute mal vorstellen. Ja, viele wissen was jetzt kommt, es ist natürlich der Old Fashion (hatte schon etliche Diskussionen, daß es eigentlich ‚Old Fashioned‘ heißt, aber man bestellt in Bayern auch keinen Liter Bier, sondern ’ne Maß und jeder Barkeeper der Welt, weiß was du willst).

Einige kennen diesen Cocktail vielleicht aus Mad Men, aber dieser Cocktail ist wesentlich älter. Gilt er doch als der Urvater aller Cocktails. Aufgekommen, lasst mich Lügen, Anfang des 19 Jahrhunderts? Das Prinzip ist ziemlich einfach. Der Whiskey schmeckte damals ziemlich rau, ohne die heutigen technischen Möglichkeiten der Destillation, kann man sich’s denken. Also, was macht jeder Mensch, wenn etwas nicht schmeckt? Wie z.B. Kaffee? Richtig. Man kippt Zucker rein. Fertig ist der Old Faschion. Das Grundprinzip der Cocktails.

Klassisch serviert mit Orange und vor allem (!) auch einer Cocktailkirsche ist der Old Fashion, um eine Freundin zu zitieren: »True love in cocktail form«. Andere Varianten des Old Fashions wären zum Beispiel der Sazerac, oder der Harlem Shuffle. Beides Cocktails die ich nur in Bars trinke und nie zuhause mache. Beim Sazerac allerdings, darf der Absinth ruhig im Glas bleiben, schmerzt stets zu sehen, wenn man den guten Absinth wegkippt.
Ich persönlich hab mir ein paar Organgenscheiben getrocknet, die ich stets in’s Glas werfe. Dazu, anders als in vielen Rezepten, nehm ich nur den Angostura Orange und ganz klassisch mit dem Würfelzucker und nicht wie manchmal in den USA üblich mit einem Sirup.



MEIN REZEPT:
Man nehme einen Tumbler, relativ groß, und schmeißt einen Würfelzucker rein.
Danach geb‘ ich meist 4-6 Spritzer Angostura Orange rein sowie einen kleinen Schuss Soda (geht auch mit normalen Sprudelwasser). Danach den Würfelzucker zerstoßen und etwas verrühren. Anschließend das Eis hinzugeben und noch einmal kräftig umrühren. Nun kommen etwa 8-10cl Bourbon hinzu (optimal wäre natürlich ein Rye). Und je nachdem, vielleicht noch etwas mehr Soda (kommt darauf an, wie ihr ihn trinken wollt). Anschließend die Orangenscheibe und natürlich, wer’s ganz klassisch mag, die Kirsche.
Fertig ist der Old Fashion.



Es ist nun wirklich keine Kunst und mit einem Löffel und einem Jigger bekommt das eigentlich auch jeder hin. Kompliziert wird’s erst bei einem Blueberry Gin Sour mit Eiweiß. Das ist mehr ein Kochrezept als ein ein Drink. Alles was ihr für einen Old Fashion braucht ist Whiskey, Jigger, Zucker, Soda und Angostura. Trinken ist keine Wissenschaft.




So, das war’s dann aber auch erstmal von mir soweit.
Wenn ich ehrlich bin, hat das eigentlich recht viel Spaß gemacht, vielleicht werden da noch mehr Teile kommen über meine Drinks. Mal sehen.
Euch ein schönes Wochenende.

Cheers Freunde,
Euer,
J.

1 Kommentar zu „J. und seine Drinks“

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