Villains & Heroes

Cheers Freunde,
heute mal etwas interessantes. So viel kommt ja aktuell nicht, aber ich kam auf einen Gedanken. Ich weiß nicht mehr wo ich den Gedanken genau aufgegabelt habe, ob es eine Besprechung eines Films, oder Serie, oder Buch war, aber es ging darum, dass alle großen Werke stets einen Bösewicht haben. Gerade wenn man sich die heutigen, ach so beliebten Thriller ansieht, gibt es stets diesen einen perfiden, ausgeklügelten Schurken, den der Protagonist zur Strecke bringen muss. Nehmen wir Tolkien, durch alle Zeitalter hinweg gab es das Böse, welches die Welt in Angst und Schrecken versetzte, von Morgoth bis hin zu Sauron, den wir ja alle kennen.

Nun stellte sich mir, als ich diesem Thema zuhörte die Frage, wer sind eigentlich meine Schurken? Was ist das Böse, der Gegner, dem sich all meine Protagonisten entgegenstellen müssen? Und die Antwort fand ich recht schnell und ich mag die Antwort sehr gerne. Denn wenn ich all meine Stories betrachte, ist das ‚Böse‘, der Gegner, die unbändige Macht gegen die sich alle meine Protagonisten stemmen müssen, keine Person. Es ist das Leben. Es ist die Gesellschaft. Es ist die Welt an sich, die so beschissen wurde, dass diese Leute, die in und um die Zones leben, jeden Tag dagegen ankämpfen müssen. Von Summertime-John, über Liam aus THE PARK BENCH, Maddy aus THE RAIN, oder auch Xander aus THE LOVE. Und vor allem in den Stories, an denen ich aktuell noch Arbeite, wird es noch deutlicher.

Denn der Gegner, mein Gegner ist diese moderne Welt, sind die Red-Zones. Es ist die Gesellschaft die zu lange einen Fick auf zu viele Menschen gab und sie sich selbst überlassen wurden. Und man braucht für ein reales Beispiel schon lange nicht mehr in die USA blicken um besagte ‚No-Go-Areas‘ zu finden. Schaut euch doch mal in unseren Städten und Metropolen um. Die Red-Zones sind nur die evolutionäre Folge von eben jenen. Denn keiner wollte so leben, wie sie es heute müssen, sie hatten keine Wahl, sie spielen mit den Karten die sie bekommen, versuchen das Beste aus dem Scheiß zu machen den sie haben. Denn es wird keine Hilfe kommen. Niemand der sie aus diesem Dreck ziehen wird, sie sind sich selbst überlassen, helfen sich Gegenseitig, gegen eben diesen einen Feind und dieser Feind ist die moderne Welt.

Es ist die ‚Gute-Gesellschaft‘ die zu lange absichtlich nicht hinsah, zu lange nichts tat und nun ihre Hände in Unschuld wäscht, in Schampus duscht, während die Zones im Dreck versinken. Es ist ein hartes Leben, es ist ein bestimmter Schlag von Menschen, in dem ich mich selbst natürlich ebenso finde, über den ich schreibe. Es ist der Kampf jeden Tag weiter zu machen, weil das alles ist, was man tun kann. Es sind keine strahlenden Helden, keine goldenen Prinzen. Es sind Leute wie du und ich, meine Helden sind alle, sind jedermann. Es ist der Typ den du jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit schon auf der Parkbank siehst, es ist der Typ den du mal in der Eckkneipe getroffen hast. Es sind die einfachen Leute, die, die nie ne Wahl hatten und einfach versuchen das Beste aus dem zu machen, was das Leben ihnen gibt. Die, die nie eine Stimme hatten, aber über die man herzieht. Es sind die Kaputten und Verlorenen. Die Verlierer, die Kämpfer, die Schwachen, die allerdings stärker sind als die ‚guten Menschen‘ mit ihren Fensterglas-Brillen und dem Starbucks Becher.

Meine Stories sind das Leben wie es ist und wie es keiner sehen will. In dem zu viele leben müssen und dafür mit dem klarkommen müssen, was die Gesellschaft ihnen gibt. Nichts. Wie Viktor mal so schön sage: »Real aber wahr, frei erfunden, doch authentisch.« 

In diesem Sinne,
Euer,
J.

1 Kommentar zu „Villains & Heroes“

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