Fiat iustitia et pereat mundus

»Es soll Gerechtigkeit herrschen, auch wenn die Welt dabei zugrunde geht.« 

Cheers Freunde,
die guten Menschen verlieren den Kampf, das ist nunmal so. So funktioniert die Welt. Erst neulich ein perfektes Beispiel in meinem Leben dafür gehabt. Aber gut, worum geht’s hier heute? Heute geht’s um eine meiner Lebensphilosophien, eine Wertvorstellung an die ich aus tiefstem Herzen glaube, fiat iustitia et pereat mundus. Was meine ich damit? Was bedeutet dieses Zitat von Papst Hadrian VI für mich?

Wir alle leben hier auf dieser Erde, und wir alle füllen unsere Rechnungen auf und die meisten denken, sie kommen ungeschoren davon. Gerade in unserer modernen Welt. Doch wir alle haben eine Rechnung, die wir früher oder später bezahlen müssen. Irgendwann, stehen wir vor unserem Schöpfer und müssen uns verantworten, für unsere Taten, für unser Handeln, für die Verbrechen die wir begangen haben. Manche nennen es Karma, die alten Ägypter hatten die Waage mit der Feder und dem Herzen. Und für mich, soll diese Gerechtigkeit herrschen, auch wenn dabei die Welt zugrunde geht. Diese Rechnung muss beglichen werden.

Wir können nicht durch unser Leben wandern und Leben ruinieren, betrügen und lügen und nur auf unser eigenes Wohl schauen, fremdgehen und andere misshandeln, ohne Reue und Buße, ohne am Ende dafür belangt zu werden. Ohne für die Dinge zu bezahlen. Ohne dafür geradezustehen. Und die Guten, die, die wirklich versuchen anderen zu helfen, zu unterstützen, mehr geben, als sie jemals irgendwie bekommen, die, die ziehen in dieser modernen Welt nunmal den Kürzeren. Aber die Frage ist, wo hoch wohl ihre Rechnung am Ende sein wird und wie hoch die Rechnungen all derer?

Und das ist eine Glaubensvorstellung, die mich schon sehr lange begleitet. Etwas woran ich vielleicht auch glauben muss. In gewisser Art und Weise. Selig die da Leid tragen (Matthaeus 5:4), fällt mir da gerade ein. Denn dieses Problem hat viele Fassetten, viel Ursachen. Schaut euch doch einfach mal den Bullshit an, den ihr heutzutage Liebe nennt. Ihr verwechselt Liebe mit Sex. Ausschlaggebend ist, ob’s im Bett passt, der Rest ist egal. Und dadurch verliert man jedes Gefühl davon, was Liebe eigentlich ist. Man postet zwar noch nette Zitate, hat aber jeglichen Bezug dazu verloren und man umgibt sich lieber mit etlichen Typen oder Weibern, die einem das geben was man will, ja gar mehr, weil es das ist was die Moderne dir sagt, das du brauchst. Und die Aufrichtigen, die trotz all dieser Dinge, trotzdem noch glauben, an das Gute und Wahre und sich kümmern, werden nunmal wie Scheiße behandelt. Meine Stories spielen da natürlich im selben Orchester. Denn meine Protagonisten sind die stummen Helden dieser Welt.

Doch man wird irgendwann diese Rechnung zahlen, davon bin ich fest überzeugt. Und glaubt nicht, dass ich nicht zu gut weiß, wie meine Rechnung ausfallen wird. Da mache ich mir nichts vor. Das wird bei weitem nicht billig. Doch ich bin mir dessen bewusst. Eine Eigenschaft die man heutzutage kaum mehr findet. Darum haben ebenso viele Gläubige verlernt zu beichten. Denn man muss in der Lage sein, das was man getan hat erst einmal als ‚Fehler‘ zu erkennen, erkennen und begreifen, was man eigentlich getan hat. Und das ist eine Eigenschaft, die es heutzutage so gut wie nicht mehr gibt. Alle sind unfehlbar, schuld sind die Anderen und man selbst ein verdammter Heiliger mit fantasierten Ausreden, um sich sein Gewissen zu erleichtern.

Das ist die traurige Wahrheit. Das was man Freiheit nennt, endet in Sklaverei und das was bleibt ist das, was diese Welt ausmacht. Und das haben schon viele, wesentlich klügere Menschen, schon vor meiner Zeit längst erkannt.


Wie hoch wird wohl deine Rechnung sein, wenn du heute zurückblickst?


In diesem Sinne,
Euer,
J.

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