Fuckin‘ poetry

»a poem is a city filled with streets and sewers filled with saints, heroes, beggars, madmen, filled with banality and booze«
                                           – Charles Bukowski

Cheers Freunde,
nachdem ich, wie einige schon gemerkt haben, aktuell an einem neuen Gedichtband arbeite, kamen mir einige Gedanken. Was sind Gedichte für mich? Was bedeuten sie für mich? Warum sind sie auf englisch? Was will ich damit sagen? Und so weiter und so fort…

Also. Was ist Poesie für mich? Gerade die moderne Form. Es ist eine Momentaufnahme, ein Gefühl. Man versucht einen Umstand, eine Begegnung, ein Gefühl einzufangen, zu bewahren. In kurzen Wörtern, in simplen. Keine lange, große Erzählung. Kein ewiger theatralischer Text. Es ist als würde man versuchen eine Fotografie zu machen, nur mit Wörtern. Dem Gefühl einen Raum geben, so ehrlich und prägnant wie möglich.

Gedichte haben sich über die Jahrzehnte sehr verändert. Natürlich bin ich ein großer Freund der alten deutschen Dichtung, ich habe immerhin sehr viel Zeit damit verbracht. Doch die moderne Poesie ist anders. Es fehlt nicht die Schwere, das Tragische, oder die Liebe, aber die Art wie man es erzählt hat sich verändert. Es geht nicht mehr nach einem festen Reimschema. Manchmal besteht eine Zeile nur noch aus einem Wort. Ich persönlich kann mich in dieser Form wesentlich besser ausdrücken und da wären wir schon bei der Sprache.

Englisch. Es mag witzig klingen, da es nicht meine Muttersprache ist, aber ich habe im Englischen mehr Möglichkeiten, mehr Freiheit. Ich kann Dinge wesentlich präziser treffen, ohne dass ich mich tausendmal wiederhole. »Throwing down 100 proof.« ist dafür ein gutes Beispiel. Auf deutsch würde es so keinen Sinn ergeben, wer sich aber mit Whiskey auskennt, weiß sofort um was es geht und es gibt dafür nur umständliche deutsche Übersetzungen, die wiederum den Fluss stören würde.

Also, was bedeutet es für mich? Den Gefühlen die ich trage, den Momenten meines Lebens auf den Zahn fühlen. So direkt und so ehrlich wie möglich den Nagel auf den scheiß Kopf treffen. Keine Umschweife, keine Ausreden. Nichts als die Wahrheit. Nichts anderes als das was ich fühle. Das ist fuckin‘ poetry.

In diesem Sinne,
Euer,
J.

1 Kommentar zu „Fuckin‘ poetry“

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